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Tradition und Brauchtum

Vogelhochzeit

Am 25. Januar stellen die Kinder Teller ans Fenster oder ins Freie, in der Hoffnung, dass die Vögel, die angeblich Hochzeit halten, etwas von ihrer Festtafel überbringen. Die Teller werden dann mit Süßigkeiten und aus Teig gebackenen Vögeln gefüllt. Vor allem in Kindergärten wird dieser Brauch mit Begeisterung gepflegt. Die Kinder gestalten eine eigene Vogelhochzeit. Stolz und zur Freude der Erwachsenen zieht dann die geschmückte Hochzeitsgesellschaft durch das Dorf.

Zampern

Das Zampern - das Erbitten von Gaben zur Ausgestaltung der Fastnachtsfeier - ist eine alther überlieferte Sitte der Lausitz.


Ostern

Ostern ist das Fest, an dem sich die Christenheit an die Auferstehung Jesu als an das bedeutendste Ereignis in der Menschheitsgeschichte erinnert. Dank seiner Auferstehung können Menschen darauf hoffen, dass das Leben mit dem Tode nicht zu Ende ist, sondern dass es weitergeht. Diese tiefe Bedeutung von Ostern nehmen immer weniger Menschen wahr und die Ostern werden eher als Frühlingsfest gefeiert. Die Art und Weise der Osterfeier unterscheidet sich in den einzelnen Teilen unserer Euroregion.

In Sachsen, wo das Osterfest in Gegenwart vor allem ein Fest der Familie ist, suchen die Kinder nach einem ausgiebigen familiären Frühstück, die vom Osterhasen versteckten Eier und Süßigkeiten. Ein alter Brauch, der wieder an Bedeutung gewinnt, ist das Osterreiten der Sorben. Dabei wird mit dem Kreuz auf dem Pferd um die Äcker geritten. Mit diesem Flurumritt soll der Frühling begrüßt und die Saat gesegnet werden, damit im Herbst reichlich geerntet werden kann. Die Feiertage fangen mit dem Karfreitag an und enden mit dem Ostermontag.

Osterreiten

Ostern in der katholischen Oberlausitz muss man erlebt haben. Man hat den Eindruck, daß Ostern hier das ganze Volk erfaßt hat. Das freudige Halleluja erklingt nicht nur beim Gottesdienst in der Kirche, sondern wird von kräftigen Männerstimmen hoch zu Ross von Ort zu Ort getragen und in aller Öffentlichkeit gesungen. Die heidnischen Vorfahren kannten das Ritual des Frühlingsumganges - zu Fuß oder zu Pferd. Nach der Christianisierung behielt man die Sitte bei und erhob sie zur christlichen Prozession, mit der die Osterbotschaft der Auferstehung Christi in der benachbarten Pfarrgemeinde verkündet wurde. Früher waren es nur Bauern, ihre Söhne und Knechte, die Ostern auf dem Rücken der Pferde verbrachten. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zusammensetzung der katholischen Teilnehmer dahingehend gewandelt, daß alle Berufe vertreten sind. Trotz großer finanzieller Belastung der Reiter für Pferd, Zaumzeug und festliche Kleidung, hat sich die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren ständig vergrößert. Mehr als 1500 Reiter sind alljährlich am Ostersonntag in neun Prozessionen in der katholischen Lausitz unterwegs.

Maibaumaufstellen

Den gesamten April über werden Holzabfälle von Sträuchern, Baumverschnitten und -fällungen auf einem „Scheiterhaufen" von Kindern gesammelt. Am Vorabend des 1.5. wird eine Strohpuppe als Hexe mit in diesem Haufen verbrannt. Mit dem Hexenbrennen sollte einst das Böse mit brennenden Besen vertrieben werden. Die Strohpuppe symbolisiert den Winter, welcher verbrannt und damit vertrieben wird.

Hexenbrennen

Den gesamten April über werden Holzabfälle von Sträuchern, Baumverschnitten und -fällungen auf einem „Scheiterhaufen" von Kindern gesammelt. Am Vorabend des 1.5. wird eine Strohpuppe als Hexe mit in diesem Haufen verbrannt. Mit dem Hexenbrennen sollte einst das Böse mit brennenden Besen vertrieben werden. Die Strohpuppe symbolisiert den Winter, welcher verbrannt und damit vertrieben wird.

Maibaumwerfen

Etwa Mitte bis Ende Mai findet das Maibaumwerfen statt. Bei dieser Veranstaltung wird der Baum ausgegraben und zu Fall gebracht. Die jugendlichen Männer rennen zum Wipfel. Wer ihn als erster erreicht, wird zum Maikönig gekürt. Der Maikönig kann sich aus den anwesenden Mädchen seine Königin auswählen. Das Königspaar schreitet im feierlichen Zuge durch das Dorf. Im Anschluss an den Umzug tritt in verschiedenen Orten eine Volkstanzgruppe auf. Bereits die Kinder in Kindergärten und Schulen feiern alljährlich ihr Maibaumwerfen.

Christi Himmelfahrt

Wie in anderen Gegenden ist auch dieser Tag bei uns ein kirchlicher Feiertag. Von vielen Männern wird dieser Tag für ihre Männerausflüge genutzt. Mit Fahrrad, mit Pferd und Kutsche fahren Männer und Jugendliche, meist in kleineren Gruppen, durch die Ortschaften. Immer mehr Familien nutzen diesen Tag und gehen am Tage Christi Himmelfahrt in die Natur zu einem Spaziergang.

Pfingstmontag

Seit 1680 finden viermal im Jahr sorbische Wallfahrten nach Rosenthal statt: am Osterdienstag Dankgottesdienst der Osterreiter, Pfingstmontag, zu Mariä Heimsuchung (2. Juli) und Mariä Geburt (8. September). Die Hauptwallfahrt am Pfingstmontag findet vormittags statt. Fast unscheinbar und ganz schlicht über dem Altar in der Wallfahrtskirche die aus Lindenholz geschnitzte Gnadenstatue der Mutter Gottes.

Frohnleichnam

Zu verschiedenen kirchlichen Anlässen, wie Erstkommunion und Prozessionen wird von sorbischen Mädchen ihre Brautjungferntracht, die der Druschka, getragen. Besonders beeindruckend ist dies zu Fronleichnam. Die Trachten der jungen Mädchen verleihen dem Fronleichnamsgottesdienst und dem langen Zug durch den Ort ein feierliches Gepräge.

Kirmes

Die Kirmes war seit Jahrhunderten ein wichtiges Jahresfest der sorbischen Bauern. Nach der eingebrachten Ernte wurden Verwandte und Bekannte zu einem Festmahl eingeladen. In unserer Zeit hat die Anzahl der Bauern abgenommen, die Kirmes ist aber geblieben. Am Vormittag findet ein Gottesdienst statt, in dem Gott für die reiche Ernte gedankt wird. Viele Einwohner laden sich für den Sonntagnachmittag Gäste ein, um mit ihnen die Kirmes zu feiern. Am Abend findet der Kirmestanz statt. Eine Sitte, bei der für die abendliche Feier Dinge wie Kuchen, Wurst und Wein ersungen werden. Diese Sitte beruht auf Gegenseitigkeit. 

St. Martin

Die katholischen Kinder gehen an diesem Tage (11. November) von Haus zu Haus und fragen, ob der heilige Martin etwas für sie dagelassen habe.

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